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Ich bin 12 Jahre
Lassen wir Leonardo selbst zu Worte kommen:
„Meine Mutter war immer gut zu mir, wenn sie nüchtern war. Wenn sie Crack rauchte, Zuckerrohrschnaps trank oder Tabletten nahm, änderte sich ihr Verhalten schlagartig und sie schlug mich. Wenn das passierte, bin ich oft gar nich nach Hause gekommen und sofort auf der Strasse im Touristenviertel geblieben. Obwohl ich es hasste, wenn meine Mutter Drogen nahm, bin ich selbst mit 10 Jahren angefangen Crack zu rauchen. Schusterleim löste bei mir keinen Traumzustand aus. Immer wenn ich R$ 5,00 hatte, kaufte ich mir einen „Stein“. Es war wohl das schlimmste, was ich auf der Strasse gemacht habe. Ab und zu klaute ich auch, um an Geld zu kommen. Meinen leiblichen Vater sehe ich nur, wenn er Fisch auf dem Markt verkauft. Er gibt mir dann immer etwas Geld. Er hat eine andere Frau und mit dieser 2 Kinder, die ich nicht einmal kenne. Mein Stiefvater trinkt nur. Dann aber kommt es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen ihm und meiner Mutter. Früher bin ich nie zu einer Schule gegangen. Hier im Dorf gehe ich jeden Tag zur Schule. Ich möchte nie wieder Drogen nehmen und ich wünsche mir ein anderes Leben, als das ich früher hatte.“
Die Lebensgeschichte von Leonardo ist ein Paradebeispiel für die Situation von den Kindern, die im Kleinen Nazareno Zuflucht gefunden haben. Für sein Alter, ist Leonardo ein eher ernster Mensch. Er spielt sehr gerne Fussball. Eine Patenschaft können wir herzlich empfehlen!