
Lassen wir Luiz Carlos selbst seine Lebensgeschichte erzählen:
" Meine Mutter wollte nicht einmal, dass ich zur Straße gehe, um zu betteln. Aber zu Hause fehlte es an Lebensmitteln und so fühlte ich mich schon mit 7 Jahren in die Pflicht genommen, meiner Familie zu helfen. Meine Mutter ist auf der einen Seite gelähmt und so kann sie nicht arbeiten gehen.
Wegen ihrer Behinderung und weil ich 5 Geschwister habe. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann mein Vater aus dem Hause gegangen ist. Ich weiß nur, dass er meine Geschwister und auch mich ab und zu geschlagen hat. Meine Mutter war immer dagegen und deshalb gab es viel Streit zu Hause. Meine Mutter wollte nicht, dass meine Vater meine Geschwister schlägt und deswegen sind die beiden auseinandergegangen. Ich konnte mir gar nicht vorstellen auf der Straße zu schlafen, da ich doch nur dort hin gegangen bin, um meiner Familie zu helfen und Geld zu betteln.
Sehr schnell aber habe ich Freundschaft mit den anderen Kindern auf der Straße geschlossen. Einem guten Freund habe ich dann auch einmal Geld geliehen und der hat dann dafür Schnüffelstoff gekauft. Er hat mir davon etwas ab gegeben und dann habe ich immer wieder Schusterleim geschnüffelt. Auf der Straße habe ich alle Drogen genommen, die es gibt: Haschisch, Schusterleim und Crack.
Letzteres habe ich aber nur ein paar Mal geraucht, denn schon nach einigen Tagen wurde ich immer magerer. Viele meiner Freunde haben es nicht geschafft.
Aber ich wollte von der Straße weg. Ich habe weder meiner Familie geholfen, noch hatte ich eine Zukunft. Als der Sozialarbeiter vom Kleinen Nazareno mir das Angebot machte, von der Straße zu gehen, war ich erst misstrauisch.
Er hat mir dann aber Fotos gezeigt vom Nazareno-Dorf und ich kannte auch schon einige Kinder, die auch dort lebten, da sie vorher zusammen mit mir auf der Straße waren. Deshalb habe ich mich bereit erklärt. Es ist sehr schön hier im Dorf. Ich spiele sehr gerne Fußball und gehe jeden Tag zu Schule. In den Ferien bleibe ich dann jedes Mal bei meiner Mutter. Ich möchte eine Lehrstelle haben, damit ich meiner Mutter helfen kann."
Aufgrund der Lebensumstände ist es ein Gebot der Stunde dem Luiz Carlos zu helfen.
Wir können daher eine Patenschaft sehr empfehlen.
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