Johnys Bonifácio

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Johnni geboren am 04.08.2000  

Mir gefiel es nicht auf der Strasse, weil die anderen Jungs mich geschlagen und bestohlen haben... sie haben Sachen von den anderen gestohlen. Ich blieb nur auf der Strasse, weil meine Mutter auch dort war! Sie bettelte um Almosen. Wir blieben im Zentrum der Stadt, ich, meine Mutter und meine Geschwister. Wir sammelten Pappe und Flaschen... alle Sachen... die in den Muell geworfen wurden. Wir bettelten, auf der Strasse. Die Sachen, die wir gesammelt haben, verkauften wir dort in einem grossen Haus. Mit dem Geld kauften wir Sachen: Lutscher, Bonbons, Suppe,... all diese Sachen.  Wir verbrachten die ganze Zeit auf der Strasse. Blieben dort und schliefen dort. Es war schlimm, weil es keinen Kaffee gab, wenn wir aufwachten, nein. Um etwas zu essen, mussten wir um Almosen betteln. Ich und mein Bruder Jordani blieben immer direkt hinter meiner Mutter. Aber manchmal blieben ich und meine Brueder auch alleine. Zur Mittagszeit, wenn die Leute was gaben, assen wir richtig, manchmal assen wir nur Bonbons. Ich mochte die Strasse nicht, weil die aelteren Jungs uns geschlagen haben und uns das Geld, das wir hatten, weggenommen haben. Ich war die ganze Zeit mit meinem Bruder  Jordani unterwegs. Wir hatten kein Haus, wir wohnten und schliefen meistens auf der Strasse. Auf der Strasse ist es sehr schlimm, es gibt keine Sachen fuer uns zum Spielen. Mir gefaellt es im Nazareno-Dorf, weil es besser ist, es gibt Spiele, Murmelspiele, Versteckspiele. Ich mag die Mangos hier sehr, im See schwimmen und fangen spielen. Ich mag das Haus, in dem ich hier wohne. Ich will nicht mehr auf die Strasse gehen. Hier ist es gut. Ich mag es in die Kapelle zu gehen, dort ist es schoen. Es gibt viele Sachen, die mir hier gefallen. Meine Mutter fehlt mir, sie ist immer noch auf der Strasse, sie bleibt immer dort auf der Strasse. Sie hat kein Haus zum wohnen, deswegen bleibt sie dort. Johny und sein Bruder Jordani haben von klein auf, zusammen mit ihrer noch sehr jungen Mutter (23 Jahre), auf der Strasse gelebt. Als die Sozialarbeiter die beiden das erste mal angetroffen habt, haben sie zusammen mit ihrer Mutter in einem Park im Zentrum von Fortaleaza gebettelt. Die Mutter lebte bereits ebenefalls als Kind auf der Strasse. Die drei haben die Strasse wie eine Wohnung benutzt und all ihr Hab und Gut dort aufgebaut. Die Mutter hat oft Drogen konsumiert und die Kinder dann oft tagelang alleine gelassen. Als die Kinder dann lange Zeit nur noch alleine angetroffen wurden, haben die Sozialarbeiter sich auf die Suche nach der Mutter gemacht. Als sie sie endlich gefunden hatten, stellte sich heraus, das sie mit ihrem neuen Freund und ihren zwei anderen Kindern bereits eine Wohnung bezogen hatte und Johnni und Jordani einfach auf der Strasse gelassen hat. Sie sagte, sie wolle die Kinder von der Strasse in die Wohnung holen, was jedoch nie passiert ist. Somit haben die Sozialarbeiter die Kinder ins Sitio O Pequeno Nazareno gebracht, wo die beiden jetzt seit einem Jahr gemeinsam in einem Haus leben. Die Mutter ist mittlerweile im Gefaengnis.  



 

Das Zentralinstitut für soziale Fragen bewertet besonders vertrauenswürdige Hilfsorganisationen mit dem Spendensiegel. Auch wir haben das Zeichen des Vertrauens!


Sie können dem Kleinen Nazareno auch online eine direkte Spende zukommen lassen.
Im Namen der Straßenkinder möchten wir Ihnen danken!