

Lassen wir Darleson selbst etwas aus seinem Leben erzählen:
"In diesen Ferien habe ich, während ich um Geld bettelte, versucht für meine Mutter eine Arbeitsstelle zu besorgen. Ich habe 2 Jobs gefunden: einmal als Bedienerin in einem Restaurant und dann bei einer Kreditbank, einfach um Zettelchen auf dem Bürgersteig zu verteilen.
Meine Mutter hat mich darum gebeten. Aber es wird schon schwer sein für sie, da ich 10 Geschwister habe und ich meinen Vater nur einmal gesehen habe. Das war vor etwa 2 Jahren. Das war ein schöner Tag.
Er hat mir Essen gegeben und ich durfte auf seinem Fahrrad fahren. Mein Vater verkauft alle möglichen Besen auf der Straße. Da meine Mutter nicht aus dem Haus konnte, wegen den vielen Kindern, musste ich und mein Bruder Dário schon sehr früh arbeiten. Wir haben alte Dosen gesammelt und die dann verkauft. Doch mit Betteln verdient man mehr.
Das hat auch meine Mutter gemerkt. Erst war es ja noch in Ordnung. Dann musste ich betteln, sonst bekam ich eine Tracht Prügel. Der Betrag, den ich nach Hause bringen musste, war von vorne rein von meiner Mutter festgelegt. Es waren immer R$ 30,00. Wenn ich das Geld nicht hatte, bin ich nicht nach Hause gegangen. Ich habe dann einfach auf der Straße geschlafen.
Das war dann immer öfter der Fall, da ich ja auch gerne Videospiele ausprobierte. Ich haben mich den anderen Straßenkindern nicht anvertraut.
Ich habe versucht, mich alleine, oder zusammen mit meinem Bruder, mich auf der Straße durchzuschlagen. Deshalb bin ich auch nicht angefangen, Schusterleim zu schnüffeln oder andere Drogen zu nehmen. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre. Vielleicht hätte ich ja doch angefangen, wie alle anderen Kinder auf der Straße, Drogen zu nehmen, wenn ich nicht die Möglichkeit gehabt hätte, in dem Nazareno-Dorf zu bleiben.
Ich würde sehr gerne ein Clown werden. Ich glaube, dass ich dazu Talent habe."
Bisher sehen wir keine Möglichkeiten, dass Darleson in diesem Jahr wieder zu seiner Familie gehen kann. Wir möchten hoffen, dass er es schafft, seinem Leben eine andere Richtung zu geben und deshalb möchten wir eine Patenschaft für ihn aufs herzlichste empfehlen.