1986         

Bernd Rosemeyer geht als Franziskaner nach Brasilien.

1987

Er studiert Theologie und betreut Straßenkinder in Recife.

1991

Rechtswissenschaftsstudium in Fortaleza. Gründung einer Gruppe, die sich um Straßenkinder und Familien in den Elendsvierteln kümmert.

1992

Werner Rosemeyer startet in Löningen eine Spendenkampagne, um die Arbeit seines Bruders zu unterstützen. Er reist mit dem Geld nach Brasilien und kauft ein Haus in Fortaleza – Anlaufstelle für Straßenkinder.

1994

Gründung von „Der kleine Nazareno e.V.“ und der brasilianischen Organisation „Associacao Beneficente O Pequeno Nazareno“ (OPN). Werner Rosemeyer wird erster Vorsitzender des deutschen Vereins.

1995

Errichtung des ersten Nazareno-Dorfs, 35km außerhalb Fortalezas. Der OPN engagiert sich in der Menschenrechtskommission für die Formulierung von Richtlinien der Kinder- und Jugendpolitik. In Deutschland mehren sich die Helfer für „Der kleine Nazareno“.

1996

Die ersten Kinder ziehen in das Dorf ein. Bernd Rosemeyer schließt erfolgreich sein Jurastudium ab.

1998

OPN kann die meisten Straßenkinder Fortalezas aufnehmen, verzeichnet dabei die geringste Rückfallquote mit 4 Prozent.

1999

In dem Nazareno-Dorf befinden sich mittlerweile drei Wohnhäuser, zwei Schulen, eine Sporthalle sowie ein Berufsbildungszentrum.

2000

Das Konzept des Nazareno-Dorfs in Fortaleza wird auf die Stadt Recife übertragen. Dort herrscht ebenfalls ein gravierendes Straßenkinderproblem.

2002

Bau des Nazareno-Dorfs in Recife. Die ersten Kinder ziehen im August ein

2003

Offizielle Eröffnung des Nazareno-Dorfs in Recife. Zé Roberto (FC Bayern) und Nascimento (Eintracht Frankfurt) werden offizielle Unterstützer des Vereins.

2004

Im Nazareno-Dorf Fortaleza wird das sechste Wohnhaus gebaut, in Recife die zweite Schule. Öffentlichkeitsarbeit in Fortaleza beginnt mit monatlichen Aktionen in der Innenstadt: Durchgeführt werden diese Aktionen von Mitarbeitern des Nazareno Vereins sowie ehemaligen Straßenkindern. Eine eigene Radioshow soll zudem Bewusstsein in der Bevölkerung schaffen. Die Sendung wird von ehemaligen Straßenkindern durchgeführt und erreicht 104.000 Zuhörer pro Woche.

2005

Eröffnung eine dritten Wohnhauses im Nazareno-Dorf Recife

8.12.2005: Start der Nationalen Kampagne „Kinder gehören nicht auf die Straße“ durch Bernd Rosemeyer im brasilianischem Senat.

2006

Durchführung von Seminaren in sieben Hauptstädten Brasiliens.

2007

Die Nationale Kampangne wird zu einem umfassenden Erfolg. Der Kleine Nazareno besucht alle Bundesstaaten und Hauptsädte Brasiliens.

2008

Eine Delegation von sieben Mitarbeitern des OPN reist auf Einladung des Jugendamtes Leipzig nach Deutschland.

2009

In Fortaleza wird ein Berufszentrum eröffnet, durch dem auch die älteren Geschwister, der von dem Kleinen Nazareno aufgenommenen Kindern, eine Lehrstelle bekommen können. Sowohl in Fortaleza wie auch in Recife werden alle über 14 Jahre alte Jugendliche eine Lehrstelle vermittelt. Insgesamt 14 Bundesländer nehemen in der Karwoche an einer bundesweiten Protestaktion teil, die von der Nationalen Kampagne geleitet wird.

2010

August: Durchführung des 1. Kongresses der Nationalen Kampagne, an dem 120 gewählte Teilnehmer aus allen Bundesländern Brasilien teilnehmen. Erarbeitung von 22 Richtlinien für die Arbeit mit "Straßenkinder" in Brasilien. Bernd Rosemeyer wird als Generalsekretär der Nationalen Kampagne bestätigt und wird für seine Arbeit für "Straßenkinder" in Brasilien im Landtag vom Bundesland Ceará ausgezeichnet.