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Cauã Vitor

Geburtsjahr: 2008

Anzahl der bisherigen Patenschaften
Anzahl Patenschaften 17%

Alles ging den Bach runter, als das anfangs noch gemäßigte Trinken in Gesellschaft zu immer häufiger werdenden Saufgelage ausartete.

Die Mutter von Cauã Vitor war finanziell nicht schlecht gestellt. Sie erhielt eine Pension, die ihr verstorbener Vater hinterlassen hatte. Doch zusammen mit ihrem ehemaligen Partner fing sie an auf härtere Drogen umzusteigen. Erst noch war es Kokain. Doch selbst ihre finanziellen Rücklagen kamen nicht gegen ihren ständig steigenden Kokainkonsum an. Und so stieg sie auf die Droge um, die für ein paar Real an vielen brasilianischen Straßenecken angeboten wird und jedem, der sich ihr unterwirft, in kürzester Zeit körperlich und seelisch auffrisst: Crack! Den leiblichen Vater, wie so viele andere Kinder im Nazareno-Dorf, hat Cauã Vitor nie kennengelernt und so war er auf seine Mutter angewiesen, die mit der Zeit alles aus ihrem Haushalt verkaufte, was nicht niet und nagelfest war. 

Es blieb nur ihr Haus übrig, dass, weit unter dem eigentlichen Kaufpreis verschäbert wurde. 

Cauã Vitor hat diese familiäre Demontage aus nächster Nähe miterleben müssen. Damals war er vielleicht 3 oder 4 Jahre alt. Am Ende des sozialen Abstiegs bot sich nur noch die Straße als einzige Wohn- und Lebensalternative an. Es gäbe noch sehr viele traurige, wenn nicht entsetzliche Geschichten über die Kindheit von Cauã Vitor zu erzählen, aber das können wir uns ersparen.

Zusammengefasst: Cauã Vitor hatte eine Kindheit, die von Gewalt, Entbehrung und Elend geprägt war und dessen Traumata er aller Voraussicht nach, sein ganzes Leben mit sich rumtragen muss.

 Um es vorweg zu sagen: Das Zusammenleben im Dorf ist gelinde ausgedrückt nicht immer einfach. 

Von seiner Anfangszeit im Dorf werden mir auch ein paar legendäre Zornausbrüche mit Sicherheit in Erinnerung bleiben. Es war verdammt nicht einfach und ich kann auch nicht sagen, dass jetzt schon alles reines Zuckerschlecken ist. Wir kommen, und nicht nur bei ihm, schon mal an unsere Grenzen, die uns immer wieder an die gigantische soziale, menschliche und pädagogische Herausforderung erinnert, mit der sich unsere gesamte Mitarbeiterschaft tagtäglich konfrontiert sieht.

Ist es besser geworden mit Cauã Vitor? 

Ein ganz klares Ja. Aber die ganzen Erlebnisse, bei seiner Mutter, bei seinem Schwiegervater, auf der Straße zeigen auch heute noch sehr deutliche Narben. Bei der ganzen Aufarbeitung seiner Erlebnisse wird ihm seine ausgeprägte Intelligenz zu Hilfe kommen. Mit komplexen Zusammenhängen kennt er sich aus. In der Schule wird er mal hoch gelobt wegen seiner kognitiven Fähigkeiten und dann aber auch wieder stark gerügt, wegen seiner Wutausbrüche. Er liebt Fußball und brasilianische Schlager. Die kennt er in und auswendig. Man sieht es ihm förmlich an, wie er es genießt, wenn er den Kindern lauthals eines seiner Lieder vorsingt. Als ich ihn danach fragte, woher er die vielen Lieder kennt, sagte er, dass er bis morgens in der Früh am Wochenende immer die Musik von der Bar hören musste, in dessen Nähe er schlief. Diese Bar hätte ein ausgelesenes Klientel an Leuten, die eben gerne immer wieder die selben brasilianische Schlager hörten.

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