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Abschiedsfeier

Abschiedsfeier von Moises und seinem Bruder Roberlan

💕💕Abschiedsfeier: Moises und sein Bruder Roberlan haben die Möglichkeit zurück zu ihrem Vater zu gehen!

Obwohl die offizielle Verabschiedung von Moises und seinem Bruder Roberlan erst während des Mittagsessens erfolgen sollte, lief Moises den ganzen Morgen mit seinem Tornister auf dem Rücken und einer schweren Tasche vor der Küche auf und ab. Schon seit dem frühen Morgen verabschiedete er sich von allen Erziehern, der Köchin und allen anderen Mitarbeitern, die ihm rieten, seinen Schulranzen doch einfach auf den Boden zu legen, damit er es bequemer und leichter hat. Doch er hatte ein sehr klares Ziel vor seinen Augen: Er wollte auf keinen Fall, dass ich ohne ihn nach Fortaleza fahre! Anhand eines kleinen und von ihm offengelassenen Spaltes seiner vollen Tasche, konnte ich den Grund dafür erkennen, dass die Tasche so schwer war. Neben seinem Zeug hat er es für wichtig gehalten, möglichst viele Mangos vom Nazareno-Dorf mit zu sich nach Hause zu nehmen!

Also nach dem Mittagessen, ging es wie versprochen, Richtung Berufsausbildungszentrum vom Kleinen Nazareno, wo der Vater von Moseis und Roberlan schon ungeduldig auf seine Söhne wartete. Dabei waren erst ein paar Tage vergangen, seitem die zuständige Richterin dem Vater das Sorgerecht wieder zugesprochen hatte. Aufgrund der für die Audienz ausgearbeiteten Berichte der Sozialarbieter und der Psychologin des Kleinen Nazareno konnte es auch keine andere Entscheidung geben.

Der Vater war schon seit über einem Jahr von seiner Drogensucht befreit, hatte eine feste Anstellung und wohnte bei seiner Mutter, der eine Sozialwohnung zugesprochen wurde. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft wir mit dem Vater früher zu einer Spezialklinik gefahren sind, damit er in Behandlung kommt, und von der Drogensucht loskommt. Zum Schluss, wie es oft so ist, brauchte er keinen Klinikaufenthalt mehr, sondern fasste von sich aus den Entschluss keine Drogen mehr anzurühren. Und seitdem ist er „clean“.

Als er dann eine Arbeit fand war die Zeit gekommen, Moises und Roberlan in ihre Familie zurückzuführen. Es ist nicht nur ein Wermutstropfen, sondern sehr traurig, dass die Mutter es bisher nicht geschafft hat, einen Klinikaufenthalt für Drogensüchtige erfolgreich abzuschliessen. Gerade jetzt, da sie sehr schlimm erkrankte und jede medizinische Unterstützung nötig hätte. Bei der letzten Klinik, die wir mit ihr ausgesucht haben, ist sie nie angekomnen. Auch heute noch lebt sie zusammen mit anderen drogenaghängigen Menschen auf der Strasse.

Wir wünschen Moises uns seinem Bruder Roberlan von Herzen alles erdenklich Gute und werden sie hier im Dorf vermissen! Ansonster werden wir weiter den Kontakt pflegen und ihren bei der Berufsausbildung und einer Lehrstelle zu finden, tatkräftig unterstützen!

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