Ich reise einmal im Jahr für einige Wochen nach Deutschland, um meine Geschwister zu besuchen und über die Arbeit des Kleinen Nazareno zu berichten. In diesem September jedoch überkam mich am Tag meiner Rückreise ein ungutes Gefühl. Nicht, weil ich Zweifel gehabt hätte, nach Brasilien zurückzukehren – Brasilien ist seit 40 Jahren mein Zuhause. Es waren die vielen Eindrücke und die beunruhigenden Nachrichten meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mich vor und während der Reise erreichten.Besonders machten mir die bewaffneten Auseinandersetzungen rund um das Hafenviertel zu schaffen, wo der Kleine Nazareno seinen zweiten Standort hat und von wo aus wir Hunderten von Kindern und Jugendlichen in den Armensiedlungen helfen. Genau dort, in diesem Viertel mit etwa 40.000 Einwohnern, war ein blutiger Konflikt zwischen zwei rivalisierenden Drogenkartellen ausgebrochen, die beide Anspruch auf das Territorium erhoben – mit weit über einem Dutzend Toten pro Monat. Heute ist die territoriale Besetzung von sich gegenseitig bekämpfenden Drogenkartellen das Kernproblem in den Orten, in denen der Kleine Nazareno tätig ist. Besonders eingeprägt hat sich mir einer der letzten Besuche vor meiner Reise.
Lies weiterNeuigkeiten zu Weihnachten 2024
Die Realität in den Armenvierteln Brasiliens ist oft schwer zu ertragen:
Kinder, die keine Perspektive haben, Familien, die unter menschenunwürdigen
Bedingungen leben, und Jugendliche, die von kriminellen
Strukturen ausgenutzt werden. Doch genau hier setzt unsere Arbeit an.
Wir versuchen, diesen Menschen eine echte Chance zu geben – auf
Bildung, auf Schutz und auf ein Leben, das von Hoffnung und nicht
von Verzweiflung geprägt ist. Nicht umsonst nennen wir uns im Untertitel:
„Verein für Gerechtigkeit und Menschenwürde in Brasilien“.
Neuigkeiten zu Weihnachten 2023
Ich möchte Sie hiermit von ganzem Herzen einladen, sich die Zeit zu nehmen, die nächsten Seiten in Ruhe durchzulesen. Ich glaube, treffender kann man unsere Hilfe für die Menschen in Brasilien nicht beschreiben. Und bitte seien Sie auch stolz auf sich, mitgeholfen zu haben, mit Ihrer Spende diese Arbeit erst ermöglicht zu haben. Oft schon über Jahre und Jahrzehnte. Es ist einfach großartig, und ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vielen Dank für alles.
Lies weiterWeihnachtsnachrichten 2022
Ich bin mir schmerzlich bewusst, dass unsere Aktionen nicht sofort umwälzende strukturelle Veränderungen zur Folge haben. Dennoch war es uns in diesem Jahr möglich, vielen Menschen, die sich in einer sehr konkreten Notsituation befanden und leider viele auch weiterhin befinden, etwas unter die Arme zu greifen. Wer bin ich, um mir ein abschließendes Urteil zu erlauben, ob unsere Hilfe ausreicht? Meine Antwort wäre dann: Eher nicht!
Lies weiterMatias Herz schlägt nur für seine Mutter
Mitten in der brasilianischen Realität von Drogenbanden, Mord und Armut möchte Matias mit seinem ersten Ausbildungslohn seine Mutter von der Straße holen
Lies weiterGrößte humanitäre Hilfsaktion des Kleinen Nazareno für 25.000 Kinder und 15.000 Erwachsene
Es ist mit Abstand die größte Hilfsaktion des Kleinen Nazareno. Insgesamt 6.159 Familien konnte gestern Lebensmittelkarten übergeben werden. An der vom Kleinen Nazareno koordinierten Aktion waren 200 Ehrenamtliche aus 34 verschiedene Organisationen beteiligt. In einem Zeitraum von einem Monat wurden 6.159 hilfsbedürftigen Familien in den Elendsvierteln ausgewählt. Dabei hätten es noch ein paar Tausend Lebensmittelkarten mehr sein können, denn der Ansturm war riesig. Insofern war es notwendig eine Auswahl vor Ort zu treffen.
Lies weiterSpenden statt schenken
Adoptivsohn Carlos findet nach 27 Jahren seine eigene Familie wieder
Die Familie ausfindig zu machen, wird wohl immer das größte Geschenk sein, das ich meinem Sohn habe machen konnte. Denn die Geschichte meines Sohnes, den ich vor 19 Jahren adoptiert habe, ist auch die Geschichte vom Kleinen Nazareno. Mit 7 Jahren stieg Carlos alleine in einen Bus und wachte in 1.000 km Entfernung wieder auf.
Lies weiter„Der größte Risikofaktor ist die Armut“
Es ist das erste Mal in der jüngeren Geschichte Brasiliens, dass eine Katastrophe eine höhere Anzahl an Opfer verursacht, als die Anzahl der Opfer der Mutter aller Katastrophen in Brasilien: die alles zerstörende Gewalt! 62.517 Ofer von Mord und Totschlag im Jahre 2018. Dieselbe Anzahl von Corona-Tote wie vor einem Monat. Aber mit einem Unterschied: Irgendwann wird die Pandemie zu Ende sein. Doch die Gewalt in Brasilien geht immer weiter und bisher ohne Aussicht auf Besserung!
Lies weiterNeues Berufsausbildungszentrum nimmt Gestalt an
🏗 Unser neues Berufsausbildungszentrum in der Nähe vom Hafen in Fortaleza nimmt langsam Gestalt an und die ersten Auswahlgespräche mit den Bewerbern laufen bereits.
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